Veranstaltungen

Aktuelles

Hier könnt ihr uns 2017 sehen:

  • 4. März:
  • 25. - 28. Mai:
  • 3. - 5. Juni:
  • 23. - 25. Juni:
  • 1. - 3. Oktober:
  • Buchpremiere in Meißen und Leipzig
    Mittelalterlager auf Hartenstein
    Mittelalterfest zu Weesenstein
    Brandenburgfest in Lauchröden
    Dannenberger Convent auf der Tannenburg

    Es kommen sicherlich noch andere Termine dazu, also schaut ab und zu mal rein.

    In der Zwischenzeit holt euch doch schon einmal einen Vorgeschmack und schaut in unserem Rückblick der letzten Jahre.

    Rückblick 2006 / 2007

    Von der Gründung unserer Gruppe im Herbst 2004 bis zur ersten gemeinsamen Unternehmung brauchte es noch einige Zeit. Bis dahin wurden neue Interessenten dazugewonnen und wir waren erstmals in der Lage eine Gruppe von ca. 10 Personen zu stellen.

    2006

    Durch das Stadtfest von Dresden im Jahr 2006 wurde unserem gemeinsamen Bestreben großer Vorschub geleistet und so fand anlässlich des 800jährigen Jubiläums der Erstnennung Dresdens unser erster gemeinsamer „Auftritt“ statt.
    Bei gleich zwei Veranstaltungen im Rahmen dieses Stadtjubiläums konnten wir uns präsentieren.

    Theaterstück „Die Ersterwähnung Dresdens“

    Zusammen mit der Gruppe „hôchmúot“ führten wir am 15. und 16. Juli unser Theaterstück „Die Ersterwähnung Dresdens“ in der historischen Erlebniswelt auf dem Schlossplatz auf. Das Stück erzählte, wie es dazu kam, dass am 31. März 1206 eine Urkunde ausgestellt wurde, in der Dresden als Versammlungsort genannt wird. Die Zuschauer erhielten einen Überblick über die damaligen Verhältnisse und die historischen Begebenheiten in der Mark Meißen. Prächtige Gewänder, kurzweilige Streitgespräche und zwei Kampfszenen sorgten für Unterhaltung.



    Festumzug 2006

    Am 27. August 2006 fand der Höhepunkt der Feierlichkeiten der Stadt Dresden statt. In Form eines großen historischen Festumzuges mit 4600 Mitwirkenden wurde die 800-jährige ereignisreiche Geschichte unserer Stadt einem begeisterten Publikum gezeigt. Zusammen mit der Gruppe „hôchmúot“ und vielen weiteren Helfern gestalteten wir ein Bild über das 13. Jahrhundert mit den beiden wichtigsten urkundlichen Erwähnungen unserer Stadt: „1206-Die Ersterwähnung Dresdens“ und „1216-Dresden wird als Stadt bezeichnet“.



    2007

    Im Frühjahr 2007 wollte nun der erste Stamm der „Mark Meißen 1200“ einmal ausprobieren, ob wir für die mittelalterliche Darstellung in einem Lager überhaupt ausreichend gerüstet sind - nicht nur waffentechnisch. Nach unseren ersten Auftritten hatten wir alle an unserer Ausrüstung weitergearbeitet und wollten nun sehen, ob ein Lager so wie wir es uns vorstellten auch funktioniert. So zogen wir an einem sehr windigem Wochenende im April auf eine Wiese in Reinholdshain im Erzgebirge und probierten alles aus wozu wir Lust hatten, vorausgesetzt das Wetter spielte mit. Wie sich bereits im Verlauf des Samstages zeigte, konnten wir uns darauf leider nicht verlassen. Aber die Regenpausen boten dann doch noch genug Gelegenheit erstmals über offenem Feuer zu kochen, kleine Gefechte auszutragen, Bogenzuschießen und am Sonntag sogar die 2-Meter-Blide (Steinschleuder), welche Andre gebaut hatte, abzuschießen. Die Steinbrocken flogen bis zu 60 m weit, was auch uns sehr beeindruckte. Trotz manch noch vorhandener moderner Utensilien wie der Plastikplane aus dem Baumarkt, die uns hier noch als Unterstand dienen musste, weil der Baldachin nicht rechtzeitig fertig wurde, ein schönes Erlebnis und der Grundstein für alle weiteren Unternehmungen. Denn wer einmal Mittelalterlagerluft geschnuppert hat, den lässt es so schnell nicht wieder los.



    Im Frühjahr 2007 wurden wir an die Poisentalgrundschule in Freital eingeladen. Die dortigen 3.und 4. Klassen hatten sich im Rahmen einer Projektwoche mit dem Thema Mittelalter beschäftigt. Mit unserem Auftritt hauchten wir all dem aus Büchern Erlerntem Leben ein. Wir zeigten einen Teil unseres Lagers, ließen die Ritter kämpfen und sorgten mit allem für Abwechslung und große Begeisterung bei den Kindern.



    Im Sommer zogen wir erstmals als größere Gruppe nach Thüringen auf die Brandenburg. Unser erstes „echtes“ Lager! In den letzten Jahren waren nur wenige von uns beim Brandenburgfest in Lauchröden dabei. Dieses Mal waren wir schon zu acht. An diesem Wochenende frönten wir ganz unserem Hobby: schliefen in historischen Zelten, kochten über offenem Feuer, und ?: schlugen Schlachten!



    Im Oktober dann fand unser erstes Historienspiel statt. Wir suchten uns dafür die Burg Wolkenstein im Osterzgebirge aus. Zusammen mit der Gruppe „hôchmúot“ – die uns als Hochadel verstärkte – stellten wir den Thüringer Erbfolgekrieg zwischen Heinrich dem Erlauchten und Sophie von Brabant, der Tochter Elisabeths von Thüringen, in der Zeit um 1250 dar. Mit Bogenschießen, Ämtervergabe bei Hofe, Kriegsrat und einem großen Bankett bestritten wir ein ereignisreiches Wochenende im 13. Jahrhundert.

    Rückblick 2008 / 2009

    2008

    Dieses Jahr begann für uns mit dem Besuch des Mittelaltermarktes in Altzella im April. Altzella, in der Nähe von Nossen gelegen, ist die Grablege der Wettiner im 12. und 13. Jahrhundert. An diesem historischen Ort, von dem leider heute von vielen Klostergebäuden nur noch Mauerreste erhalten sind, veranstalteten wir ein Frühjahrs-Gruppentreffen und genossen dabei das Flair des Marktes. Mit einer Übungsstunde im Schwertkampf für uns taten wir dann gleich auch noch etwas für die Unterhaltung der zahlreichen Gäste.



    Zwei Monate später fanden wir uns erneut in Altzella ein, um Sabine Ebert bei einer Lesung im Bibliothekssaal des ehemaligen Konversenhauses des Klosters zu unterstützen. Zusammen mit einigen beeindruckenden Wikingern gestalteten wir ein Kurzprogramm, bei dem es für das Publikum wissens- und sehenswertes rund um die Mode des 12. und 13. Jahrhunderts gab. Vorher unterhielten wir zusammen mit den Wikingern das Publikum noch mit einigen Kampfeinlagen im Klosterpark hinter dem Refektorium.



    Dann schlugen wir unsere Zelte zum Familientag des Landesmuseums für Vorgeschichte in Dresden auf. An diesem sehr heißen Sommertag konnten Kinder wie Eltern ausprobieren wie Brettchenborte gewebt wird, wie mittelalterliche Apfelstrauben (eine Art süßer Krapfen) schmecken und sich in einer Modenschau ansehen wie man sich im 12. und 13. Jahrhundert kleidete. Außerdem konnten die Kinder Schilder bemalen und sich selbst mal als Ritter oder edle Dame verkleiden. Es waren sehr viele Leute da und wir hatten alle Hände voll zu tun.



    Dann wartete auch schon die Brandenburg auf uns. Alle 2 Jahre findet auf der Brandenburg das Brandenburgfest mit Publikum und Programm statt. Dieses Jahr ging es um den Kreuzzug des deutschen Kaisers Friedrich II. bei dem auch der Thüringer Landgraf Ludwig mitzog. Für die meisten von uns war es das erste Mal, dass wir bei diesen von den „Freidigen“ ausgerichteten Schauspielen als Mitwirkende auftraten. Und so begleiteten die Ritter dann auch im Gefolge des Landgrafen nicht nur den Kaiserzug, sondern wirkten in der Schlacht (Erstürmung der ägyptischen Burg „Al Mansura“ anno 1250) an den Nachmittagen auch tatkräftig mit (allerdings auf Sarazenenseite – aber irgendwer muss die Burg ja verteidigen).



    Im November hatte Sabine Eberts dritter Roman „Die Entscheidung der Hebamme“ im Festsaal der Stadt Freiberg Premiere. Den Beginn der Lesung gestalteten wir als Mark Meißen 1200 zusammen mit Mitgliedern der Gruppe „hôchmúot“. Um auf das in den Romanen beschriebene höfische Leben einzustimmen, zeigten wir den „Stella splendens“ – einen Tanz, der auf einem Lied zur Marienverehrung beruht, welches erstmals 1399 schriftlich fixiert wurde. Im zweiten Programmpunkt zeigten die Schwertkämpfer der Fechtkampfschule „Pax et Codex“ aus Landsberg einiges aus ihrem historischen Kampfrepertoire.
    Vielen Dank an Eckardt Mildner für die freundliche Erlaubnis zur Verwendung des Fotos.



    2009

    Im Mai 2009 fand die erste Hochzeit in unseren Reihen statt. Katja und Thomas heirateten auf der mittelalterlichen Burg Mildenstein in Leisnig im sächsischen Burgenland. Die meisten Gäste kamen in historischer Kleidung, die Mitglieder von Mark Meißen 1200 in ihren Gewändern des 12. und 13. Jahrhunderts. Aber nicht nur der Ort und die Kleidung wurden mittelalterlich gewählt, auch die Unterhaltung reihte sich in dieses Konzept ein. Der wunderbare Musiker Stefan Weyh verwöhnte uns fast den gesamten Nachmittag und Abend mit Harfen- und Dudelsackmusik und wir tanzten den „Stella“ und mit all unseren Gästen auch noch einen Rundtanz. Trotz der Einfachheit dieses Tanzes hat man deutlich die Freude und den Spaß aller Tanzenden gespürt, egal ob mittelalterlich begeistert oder nicht.



    Zu Pfingsten findet auf Schloss Weesenstein im Müglitztal bei Dresden schon seit fast 20 Jahren jährlich einer der Klassiker der Mittelaltermärkte unserer Region statt. Und 2009 waren wir das erste Mal nicht nur als Zuschauer dabei, sondern bekamen Gelegenheit dort unser Lager aufzubauen und aktiv am Fest mitzuwirken. Wir konnten den zahlreichen Gästen (trotz strömenden Regens) unter unserem Baldachin historisches Handwerken wie z.B. Kettenflechten oder Bogenbauen präsentieren, kochten wieder für unsere Gruppe und erzählten gleichzeitig interessierten Zuschauern von historischen Rezepten und Lebensmitteln. Allerdings dachte bei der Schlammschlacht niemand von uns daran, Bilder zu machen. Deshalb seht ihr hier nichts.

    Kurze Zeit später kam die Brandenburg mit großen Schritten und strahlendem Sonnenschein auf uns zu. In den Jahren zwischen den Brandenburgfesten treffen sich zur gleichen Zeit zwar etwas weniger Gruppen in Lauchröden, aber deswegen ist es nicht minder schön. Ohne Publikum bot sich die Möglichkeit einmal eine stundenlange Burgbelagerung nachzustellen. Den Frauen kam die Rolle der Versorgung der Angreifer (unserer Ritter) zu. Alle 60 Beteiligten mühten sich nach Kräften die ca. 50 Verteidiger zur Aufgabe zu zwingen. Am Spätnachmittag - nach ca. 6 Stunden währenden Scharmützeln, Abwehr und erneuten Vorstößen - breitete sich mit einem Mal ein heroischer Jubel über das Zeltlager aus und allen war klar: das konnte nur erfolgreiche Erstürmung bedeuten. So gab es viel zu erzählen an diesem Wochenende.



    Das letzte große Highlight des Jahres war im Oktober die Buchpremiere des neuen historischen Romans von Sabine Ebert in Freiberg. „Blut und Silber“ handelt 100 Jahren nach ihren bisher geschriebenen Romanen am Ende des 13. Jahrhunderts. Eine schöne Gelegenheit für uns zusammen mit den „Freien von der Karlshöhe“ vor einem großen Publikum (ca.600 Menschen kamen in die Nikolaikirche nach Freiberg) einmal die Unterschiede in der höfischen Kleidung nicht nur des 12. und 13. Jahrhunderts zu zeigen, sondern mit den „Freien“ diese Entwicklung schon im 11. Jahrhundert beginnen zu lassen. Anschließend lauschten wir wie auch das Publikum der Lesung von Sabine.

    Rückblick 2010

    2010 gab es in unserer Gruppe eine weitere Hochzeit. Claudia und ihr Johannes sagten JA. Die Feier fand in rustikalem Ambiente im Forsthaus in der Dresdner Heide statt. In mittelalterlicher Gewandung und wiederum begleitet vom wundervollen Spiel von Stefan Weyh verbrachten wir gemeinsam den Abend.



    Zum zweiten Mal Weesenstein. Dieses Jahr ging es um den Vertrag von Eger aus dem Jahre 1475. Unabhängig dieses Mottos sind aber immer Gruppen aller Zeiten vertreten und so zeigten wir unser Hochmittelalter. Einzig André und Ralf, deren Herzen auch fürs Spätmittelalter schlagen, haben sich früher schon einmal für ein Historienwochenende mit „hôchmúot“ eine spätmittelalterliche Gewandung genäht und zeigten sich in dieser. Dieses Jahr bei Sonnenschein wurde wieder gekocht und Handwerk gezeigt wie letztes Jahr. Die Frauen hatten sogar in 1-2 freien Minuten Gelegenheit sich mit kleinen Näharbeiten zu beschäftigen und auch hier bei Interesse Auskunft gegeben, während die Männer zusammen mit Andreas Jacob von der Schule für historische europäische Kampfkünste „Gladiatores“ in Jena ihr Können in der Vorführung einer historischen Schwertkampfschule zeigten.



    Und natürlich zogen wir wie jedes Jahr am ersten Wochenende im Juni auf die Brandenburg nach Thüringen. Dieses Jahr wieder mit Publikum, Schauspielen, Turnier und Schlacht im Burggraben zu Fuße der Burgruine. Das Thema dieses Jahres hieß: Heinrich Raspe und seine Wahl zum deutschen Gegenkönig im Jahre 1246. Wir wirkten zusammen mit den anderen Gruppen an den Schauspielen mit und kämpften, allerdings gegen Heinrich Raspe, im Burggraben an der Seite Friedrichs II. Erstmals fanden dieses Jahr am Lagertisch 25 Personen Platz und wurden mittelalterlich verköstigt. Es gab unter anderem leckeren Hasenpfeffer und Lombardische Suppe – natürlich wieder alles nach original überlieferten Rezepten. Mit dieser Essensmenge erreichten wir allerdings auch das Maximum an Kochkraft, denn unsere Töpfe fassen einfach nicht mehr. Aber ein schönes Gefühl wenn alle satt werden und dann noch sagen, dass es geschmeckt hat. Das war für uns Köchinnen das Highlight.



    Auch dieses Jahr waren wir wieder zusammen mit den „Freien von der Karlshöhe“ am Programm zur Buchpremiere von Sabine Ebert beteiligt. Das 4. Buch der Hebammen-Reihe „Der Fluch der Hebamme“ hatte wieder in der Nikolaikirche seine Premiere. Vor der Lesung stellten wir eine hochmittelalterliche Tischszene dar und zeigten in diesem Zusammenhang dem zum Vorjahr noch größer gewordenen Publikum, einige höfische Riten bei Tisch. Die Handwaschungszeremonie eines hohen Gastes mittels einer Aquamanile – eines tiergestaltigen Ausgießgefäßes, eine Schenkenzeremonie – beim Servieren von neuem Wein durch den Mundschenken – und das Servieren einer „Raffinesse“ – einer besonderen Speise, die man servierte, um die Gäste zu beeindrucken. Am Ende präsentierten wir noch einige Lebensmittel, die man im 12. und 13. Jahrhundert noch nicht zur Verfügung hatte.
    Fotos: Patrick Künzel. Vielen Dank für die freundliche Genehmigung.



    Rückblick 2011

    Dieses Jahr begann unsere “Mittelaltersaison” etwas früher als sonst. In der Klosterruine Heilig Kreuz Meißen wurde bereits seit Jahren am 30.April ein Walpurgisspektakel gefeiert und in den letzten Jahren wurde die Nachfrage nach „Mittelalter“ immer größer. Die Klosterruine liegt nahe der Elbe und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Somit bot sich für uns ein perfekter Ort, um unser Lagerleben einem interessiertem Publikum zu zeigen und am nächsten Tag bei herrlichem Wetter ohne Publikum noch ein bisschen internes Lager zu leben.



    Ein weiteres Highlight stellte für uns die Möglichkeit dar, sich auf der Albrechtsburg, der Wiege der Mark Meißen zu präsentieren. Am 8. Mai wurde hier die neue Dauerausstellung „Das ist die Höhe – Baukunst, Macht und Porzellan in Deutschlands ältestem Schloss“ eröffnet. Und da es an diesem Tag auch um die wettinische Geschichte der Mark Meißen ging, konnten wir uns mit Unterstützung der Meißnischen Panzerreiter in einem Raum des spätmittelalterlichen Schlossbaus präsentieren und dem Publikum hochmittelalterliche Kleidung und textile Handarbeiten „unserer“ Zeit zeigen.
    Fotos unten re. und li.: Patrick Künzel; Vielen Dank für die freundliche Genehmigung



    Anfang Juni zog es uns wie jedes Jahr auf die Burgruine der Brandenburg an die thüringisch-hessische Grenze. In diesem Jahr wurden wieder einmal die Männer besonders gefordert, denn eines der großen Unternehmungen war ein 7km langer Marsch durch die Umgebung der Brandenburg – in voller militärischer Ausrüstung! Bei 30°C im Schatten wussten dann auch alle warum es nur in den seltensten Fällen Kriegshandlungen im Sommer gab. Beendet wurde der Tag mit einer gemeinsamen Tafel aller Lager auf dem Mittelweg zu der jeder etwas beisteuerte, sodass es genug Gelegenheiten gab, zu kosten was in anderen historischen Kochtöpfen gekocht wurde und sich mit seinen Nachbarn in historische Gespräche zu vertiefen.



    Auch in diesem Jahr stand das Mittelalterfest in Weesenstein im Müglitztal bei Dresden wieder unter dem Motto des Vertrags von Eger aus dem Jahr 1475. Aber ebenso wie letztes Jahr bildeten wir die hochmittelalterliche Ergänzung zum Gesamtprogramm und konnten viele Besucher damit begeistern.



    Anfang Juli gab es wieder eine Premiere. Auf Schloss Klippenstein in Radeberg bei Dresden wurde am ersten Juli-Wochenende die Sommerausstellung mit Thema „Leben im 13. Jahrhundert“ eröffnet. Die Ausstellung wurde durch die Museumsleitung in Zusammenarbeit mit Ulrike Müller aus unserer Gruppe und ihrem Mann erarbeitet und mit einem Großteil unserer über die Jahre zusammengetragenen Alltagsutensilien, Kleidung und Rüstungsgegenständen ausgestattet. Am Eröffnungswochenende zeigten wir den Besuchern dann auch noch „live“ wie sich das Leben im 13. Jahrhundert gestaltete.



    Zusammen mit der mit uns befreundeten Gruppe „Meißnische Panzerreiter“ kamen wir Ende August zu einem Lager ins Erzgebirge. Der Gastwirt eines Rittergutskellers feierte das Rittergutsfest. Die Wiese unterhalb des Gasthauses bot genug Platz um mehrere Lager aufzubauen. Hier bot sich auch wieder einmal die Gelegenheit zusammen mit den berittenen Meißnischen Panzerreitern vor Publikum ein Training zu absolvieren. Trotz des Regens hielt das Publikum durch und belohnte diese selten zu sehende Darstellung mit viel Applaus.
    Fotos links und rechts oben: Patrick Künzel. Vielen Dank für die freundliche Genehmigung.



    Anfang Oktober trafen wir uns zusammen mit den Meißnischen Panzerreitern zum vorerst letzten Mal zur Buchpremiere, um Sabine Ebert in Freiberg bei der Vorstellung des letzten Bandes der Geschichte um die Entstehung der Mark Meißen und die Erlebnisse der Hebamme Marthe zu unterstützen. Da mit dem Buch „Der Traum der Hebamme“ die historischen Ereignisse ihren vorläufigen Abschluss fanden, haben auch wir abschließend noch einmal ein breites Spektrum unserer Darstellung gezeigt. Von der Aufführung des höfischen Tanzes Stella splendens, über eine Rüstungs- und Kampfdarstellung, eine Modenschau der Kleidung aus 3 Jahrhunderten – vom 11. zum 13. Jhd. bis hin zur Darstellung einer ritterlichen Schwertleite (in Zusammenarbeit mit Odo von der Berliner Templer-Komthurey) war alles vertreten. Musikalisch untermahlt wurde das Programm wie immer vom wunderbaren Stefan Weyh, der mit dem Vortrag von Minneliedern einen weiteren Aspekt des Hochmittelalters zeigte.



    Rückblick 2012

    Wir trauern um unseren Freund Thomas Friedrich.

    Sein Leben widmete er der Aufgabe, anderen zu helfen. Er war nicht nur eines der Gründungsmitglieder unserer Interessengemeinschaft, er gehörte auch zu denen, die uns vorantrieben - mit handwerklichem Geschick und profundem historischem Wissen, mit Humor und Besonnenheit. Die authentische Darstellung vieler Aspekte des hochmittelalterlichen Lebens in unserem Hobby war ihm besonders wichtig.
    Das möchten wir ihm zu Ehren fortsetzen.

    Die Mitglieder der Interessengemeinschaft
    "Mark Meißen 1200"


    Rückblick 2013

    Zu Pfingsten schlugen wir wieder das Meißnische Lager auf dem Mittelalterfest in Weesenstein auf. Für die Zuschauer gab es in unserem Lager mittelalterliches Handwerk und Handarbeiten zu sehen. Mehrmals täglich führten wir außerdem Trainingskämpfe auf. Hierbei ging es uns vorallem darum den Gästen die Techniken im Leibringen, dem Dolchfechten und dem Schwertkampf der Deutschen Schule näher zu bringen. Ein besonderes Highlight für uns war das Fotoshooting mit verschiedenen Greifvögeln, dass uns die Greifvogelwarte Oberlausitz ermöglichte. Vielen Dank an dieser Stelle.



    Wie jedes Jahr fuhr die Mark Meißen wieder auf die Brandenburg. Durch die starken Regenfälle Anfang Juni verwandelte sich das Werratal in eine Seenlandschaft und die Lagerwiese in eine Schlammwüste. Doch das schlechte Wetter konnte weder unsere Laune noch unsere Kampfkraft schmälern.



    Im September fand unser zweites Historienspiel in der Klosteranlage Heilig Kreuz in Meißen statt. Das Thema war dieses mal die Friedensverhandlung zwischen der Markgräfin Jutta und ihrem Halbbruder Ludwig dem Landgrafen von Thüringen, der zuvor weite Gebiete der Mark Meißen erobert hatte. Neben den teils heftig geführten Debatten widmete sich die Hofgesellschaft dem Bogenschießen und Tanz und die Männer dem Schwertkampf. Den Höhepunkt des Historienspiels stellte das Abendbankett dar, das vom Landgrafen von Thüringen ausgerichtet wurde.



    In Tharandt nahmen wir zum zweiten Mal am Stadtfest teil und unterstützten den Burghauptmann Boriwo von Tharandt bei der Belebung "seiner" Burg(ruine). Wer den Aufstieg auf den Burgberg auf sich genommen hatte, der konnte sich zum einem am Ausblick erfreuen und zum anderen einigen Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Zu unserem Repertoire gehörten die Vorführungen diverser Trainings- & Kampftechniken sowie die Beantwortung der dabei auftretenden Fragen. Täglich 2-mal begrüßte Boriwo von Tharandt eine Gesandtschaft der Dohnaer Ritterschaft. Mit diesen zusammen trugen wir einige spannende Zweikämpfe zur Erbauung der Zuschauer aus. Auch bestand für die Besucher die Möglichkeit, in einem abgesperrten Bereich sich im Bogen & Armbrust schießen, sowie im Sperrwurf auszuprobieren. Am Sonntag gab es eine "Modenschau" in welcher die Kleidungsstücke unserer Zeit präsentiert und erklärt worden. Der Besucher konnte sich dabei über die Kampf-Ausrüstung eines Ritters im 12. Jahrhundert informieren, und die damit verbundene sehr aufwändige Anzieh-Prozedur. Die Vorstellung beinhaltete zum Abschluss auch die Demonstration von Kampftechniken mit unterschiedlichen Waffenkombinationen.


    Rückblick 2014

    Zusammen mit Freunden gestallteten wir im Frühjahr unser drittes eigenes Historienspiel im und um das Schloss Heynitz. Als zentrales historisches Ereignis wählten wir den Erbfolgestreit zwischen Otto dem Reichen und seinem Sohn Albrecht im Jahre 1189. Es wurde hitzig gestritten, Intrigen gesponnen und ebenfalls mit Waffengewalt gehandelt. Doch auch das höfische Zeremoniell, die hohe Minne und der Tanz kamen nicht zu kurz. Alles in allem ein wundervolles Wochenende.


    Zum Fest der Kita "Spitzgrundspatzen" in Coswig schlugen wir dort im Garten der Einrichtung für einen Nachmittag unser Lager auf. Die Kinder konnten auf den Schultern der Großen zum Kinderritterturnier antreten, erfahren, wie Brettchenweben funktioniert oder noch viele andere Fragen zum Mittelalter loswerden. Es gab eine menge Dinge zum Anfassen, Ausprobieren und Anschauen. Außerdem führten unsere „Recken“ mittelalterliche Kampftechniken vor.

    Mit zwei Rittern, einem Bogenschützen und einer Magd unterstützten wir die Projektwoche „Ritter“ an der Grundschule "Am Wasserturm" in Siebenlehn. Die Kinder erfuhren viel über Leben, Kämpfen und Bewaffnung der Ritter. Außerdem konnten sie sich im Bogen- und Armbrustschießen üben, ein Ritterturnier zu Fuß als Staffelwettkampf bestreiten und sahen eine ausführliche Vorführung darüber, wie ein Ritter sich kleidete und welche Rüstung er trug.

    Natürlich unterstützte die Mark Meissen wie jedes Jahr das Mittelalterfest in Weesenstein (trotz sengender Hitze zu Pfingsten) und das Brandenburgfest in Lauchröden.


    Anfang Oktober besuchten wir als „Meißner Gesandschaft“ das Turnier „Nobiles in Tournament“, ausgerichtet von den „Königsgetreuen des HRR“ in Panitzsch. Da wir immer eine historisch korrekte Darstellung anstreben, schlüpften wir in die Rollen unserer Enkel, um die gleichen Epoche wie unsere Gastgeber darzustellen. So fuhren die Herren Heinrich von Colditz, Sifried von Schönfeld und Hermannus de Tarant nebst seiner Cousine Agnes von Schönburg, ein Knappe, eine Magd und ein Mönch als Meißner Abordnung zu dieser Veranstaltung. Es gab Wettbewerbe im Bogenschießen, Axt- und Lanzenwerfen, an denen unsere Ritter teilnahmen. Herr von Colditz vertrat uns außerdem beim Schwertkampf und als Minnesänger beim abendlichen Festbankett. Dieses Treffen mit Darstellern aus vielen Regionen Deutschlands und aus Böhmen vermittelte uns nicht nur viele schöne und bleibende Eindrücke, es ermöglichte auch den Erfahrungsaustausch und eine Einschätzung unseres erreichten Niveaus.


    Rückblick 2015

    Mai: Trainingslager Burg Hartenstein

    Auf der Burg Hartenstein waren wir dieses Jahr zum ersten Mal und folgten der Einladung der Gruppe „Compagnia degli Scoiattoli Neri“. Jeden Tag gab es die Möglichkeit zu diversen Trainingseinheiten und auch kam der faire Wettstreit miteinander nicht zu kurz. Beim Bogenturnier konnten wir uns über einen dritten Platz freuen. Trotz des erbitterten Einsatzes der Kämpfer und selbst der mit Bratpfannen bewaffneten Mägde, konnte die Erstürmung der Burg nicht verhindert werden. An zwei Abenden bestand die Möglichkeit mittelalterliche Tänze zu üben bzw. neue zu lernen. Dies nahmen sehr viel der Teilnehmer freudig an und so entwickelten sich die Abende zu sehr fröhlichen Tanzveranstaltungen unter freiem Himmel. Am Samstagabend gab es ein gemeinsames Bankett, welches im Rittersaal der Burg stattfand und somit einen stimmigen Rahmen fand.



    Mai: Mittelalterfest Weesenstein

    Wie jedes Jahr haben wir zu Pfingsten im Park von Schloss Weesenstein unser Lager aufgeschlagen und konnten an den drei Tagen viele Fragen der Besucher beantworten. Es gab Schwerter, Schilde und Rüstungen zu bestaunen und natürlich auch anzufassen und auszuprobieren. Bei den traditionellen Einzügen zeigten wir uns in unseren schönsten und edelsten Gewändern. Es wurde Eisengallustinte nach mittelalterlicher Mixtur hergestellt und diese Mischung auch gleich mit der Feder auf Pergament gebracht. Die Damen brillierten mit ihren Handarbeiten und bei der Zubereitung des Essens. Die Herren übten sich im Kampf mit Schild und Schwert zu einer Hand. Ein besonderer Höhepunkt war das abendliche Gelage, zu dem der „Burggraf von Dohna“ nebst Gemahlin geladen hatte. Die Speisen übertrafen sich in Auswahl und Geschmack, sogar köstliches Gebäck aus dem Morgenland wurde aufgetafelt.



    Juni: Lager an der Brandenburg

    Unser diesjähriges Lager an der Brandenburg zeichnete sich durch große Hitze und schwitzende Kämpfer aus. Trotz dieser zwei kleinen „negativen“ Faktoren war das Lager wieder von einer unbeschreiblichen Faszination. Dies lag sicher an der nachgestellten Feldschlacht am Samstag, wo der Kampfverband der Mark Meissen 1200 mit Unterstützung anderer Kämpfer einen Sieg gegen die Einheit des Königs von Böhmen erringen konnte. Auch das Kontingent der Ordensritter, welche in einem Scharmützel am Waldrand besiegt werden konnten, war ein würdiger Gegner. Am Sonntag wurde ein „Kampf ums Burgtor“ nachgestellt. Leider hatten wir trotz „göttlichem Beistand“ an diesem Tag nicht so viel Glück und konnten unsere Stellung nicht halten. In der restlichen Zeit der zwei Tage wurde viel genäht, gekocht, gebaut, geplaudert, getanzt, gewürfelt, gesungen und gelacht.



    August: Hochzeit auf der Tannenburg

    Am ersten Wochenende im August versammelte sich eine große, mittelalterlich gewandete Hochzeitsgesellschaft auf der Tannenburg zu einem rauschenden Fest, denn Otto von Donin und Christiane von Schwarzburg-Blankenburg gaben sich feierlich das Ja-Wort. Bei hervorragendem Wetter wurde ausgelassen gefeiert, musiziert, getanzt und die Gäste konnten ihr Können im Bogenschießen unter Beweis stellen. Der Höhepunkt des Festes war das herrschaftliche Bankett im Rittersaal der Burg. Es wurden köstliche Speisen aufgetafelt, bis sich die Tische bogen. Nebenher sorgten die Spielleute der Gruppe „Musica Vulgaris“ für eine erstklassige Unterhaltung der Gäste. Ein unvergessliches Wochenende.



    August: Freies Lager im Castrum Torgelow

    Dieses Jahr waren wir auch zum ersten Mal als Gruppe, im Freilichtmuseum „CASTRUM TORGELOW“ in der Uckermark. Dort erwartete uns eine „überaus authentische“ Kulisse einer nachgebauten Siedlung aus dem 13. & 14. Jahrhundert für unser Lager. Natürlich durfte an den Tagen, dass „Kampftraining“ der Herren, die Handarbeit der Damen, die Schreibübungen mit dem Federkiel, das gemeinsame Musizieren und Tanzen und der „Austausch von Wissen“ nicht vernachlässigt werden. Da wir die Möglichkeit bekamen, unsere ersten Erfahrungen im Schmieden zu sammeln, war dies für uns ein besonderer Höhepunkt. So entstanden innerhalb von zwei Tagen diverse Messer, Ess-Pfrieme, Kleiderhaken und auch Pfeilspitzen.


    Selbstverständlich statteten wir auch dem nahegelegenen Slawen im „Museumsdorf Ukranenland“ einen Besuch ab und wurden dort auf das herzlichste empfangen. Was in einer spontanen Museumsführung für uns „Besucher“ gipfelte. Unser besonderer Dank geht an Ritter Bertram von Eickstedt, der das Gebot der Gastfreundschaft, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft über den gesamten Zeitraum unseres Aufenthaltes perfekt vorgelebt hat. Ein Wiedersehen im Jahr 2016 ist in Planung.

    September: Mittelalterlicher Handwerkermarkt auf Schloss Lauenstein

    Auch dieses Jahr waren wir wieder in Lauenstein, im Osterzgebirge und auch bei diesem Mal waren wir als Mitglieder der Gruppe „Saxenstreich“ dort. An beiden Tagen meinte das Wetter es sehr gut mit den Besuchern und uns. Es war eine große Freude, den vielen Interessierten die „Deutsche Fechtschule“ und die dazugehörigen Waffen näher zu bringen. Dies taten wir nicht nur im Gespräch sondern auch bei mehreren Vorführungen am Tag. Auch konnte von den Besuchern diverse Helme und Rüstungsteile in die Hand genommen werden und sogar eine Anprobe war erlaubt. Die Organisation war durchweg super, was man nicht nur beim gemeinsamen Frühstück der Teilnehmer am Sonntag spürte.

    Rückblick 2016

    März: Filmpremiere in Freiberg

    Die Filmpremiere von „Das Geheimnis der Hebamme“ in Freiberg stand dieses Jahr als besonderes Ereignis an und keiner ließ es sich nehmen, dabei zu sein. So hatten wir die Möglichkeit, auch mal ein wenig hinter die Film-Kulissen zu schauen, die Schauspieler zu treffen und uns von unserer schönsten Seite zu zeigen. Die 600 Gäste und begeisterte „Hebammen-Fans“ waren ein tolles Publikum. Vor der Filmvorführung und in der Pause beantworteten wir Fragen, standen dekorativ im Hintergrund und zeigten einige Schwertstücke und Kampfeinlagen.

    April: Historienspiel

    Unser diesjähriges Historienspiel konnten wir auf Schloss Rothschönberg bei Nossen abhalten. Wir hatten uns vorgenommen in den beiden Tagen die Schwertleite des Knappen Friedrich von Zehmen durchzuführen und die Verhandlungen zwischen Albrecht dem Bären, Markgraf der Nordmark und Konrad von Wettin, Markgraf von Meißen nachzustellen. Die Handlung spielte 1146 am Hof Markgraf Konrads in Meißen. Konrad versucht mit allen Mitteln einen Weg zu finden nicht noch einmal auf einen Kreuzzug ins Heilige Land aufbrechen zu müssen. Dazu braucht er aber die Hilfe seines Feindes. Da es sehr unterschiedliche Sichtweisen gibt, beginnen schwierige Verhandlungen. Es gelingt den beiden jedoch eine Lösung zu finden und die Verbindung der Häuser wird darüberhinaus mit einem Verlöbnis gestärkt, was wir mit einem wunderbaren Gelage zu feiern wussten. Am folgenden Tag mussten dann nur noch die Formalien der anstehenden Hochzeit verhandelt werden und zum Abschluss gab es die Möglichkeit, dass die Kämpfer ihre Fähigkeiten untereinander vergleichen konnten. Da unser Historienspiel schon Anfang April bei sehr durchwachsenem Wetter stattfand, waren wir sehr dankbar, dass wir im Schloss einen großen Saal mit Ofen nutzen konnten.



    Mai: Trainingslager auf Hartenstein

    Wir waren wieder zu Gast bei den schwarzen Eichhörnchen – „Compagnia degli Scoiattoli Neri“ auf der Schlossruine Hartenstein im Erzgebirge. Die Veranstalter hatten uns einen Platz im Schlossgarten reserviert, welcher eine beeindruckende Aussicht über das angrenzende Tal bot und auch überaus ruhig lag, so dass es schon fast ein Erholungsurlaub war. Auch dieses Jahr waren viele Gruppen anwesend: aus Bayern, Franken, Berlin, usw. und wir natürlich mitten drin. Es gab die Möglichkeit jeden Tag an zwei Übungseinheiten zum Langen Messer, Langem Schwert und Formationstraining teilzunehmen. Die Erstürmung der Burg, welche am Samstag stattfinden sollte, scheiterte am verbissenen Widerstand der Burgbesatzung. Beim Abendlichen Bankett waren aber alle bester Laune und ließen sich im Rittersaal die unterschiedlichen Gänge des Banketts munden. Beim anschließenden Tanz gab es viel Bewegung und es wurde noch mehr gelacht. Am Sonntag gab es ein Fußkampfturnier welches in den Disziplinen Schild & Schwert zu einer Hand und langes Schwert bestand. Die drei Tage in Hartenstein waren wieder voller positiver Erlebnisse und dass wir beim Bogenschießen den zweiten Platz belegten, machte die Sache noch viel angenehmer. Das durchweg sonnige und warme Wetter muss hier auf jeden Fall noch erwähnt werden. Es war herrlich.



    Mai: Mittelalterfest zu Weesenstein

    Zum Pfingstfest in Weesenstein ein paar positive Worte zu finden, fällt spontan schwer. Es liegt aber nicht am Fest, sondern ausschließlich am Wetter, welches „außerordentlich“ war. Von Sonne, Regen, Wind, ein paar kleinen Schauern, ein paar großen Schauern auch in Verbindung mit Graupel war alles dabei, bei gefühlten 5° C über das ganze lange Wochenende. Aber wir ließen uns die Stimmung nicht vermiesen, sondern machten das Beste daraus. Unser Lager stand am angestammten Platz und auch all unsere Zelt passten auf unsere Fläche. Die Zeit in Weesenstein verfliegt immer sehr schnell, was sicher daran liegt, dass es viel zu tun für uns gibt. Zum Beispiel die Einzüge zum Markt, die Vorführungen im Schwert- Kampf, die „Erklärstunden“ an unseren Ausrüstungsgegenständen, die demonstrierten Handwerke, das Kochen für die gemeinsamen Mahlzeiten. So vergeht für jeden die Zeit sehr schnell und natürlich lädt der Markt an sich zu einem Einkaufs-Bummel ein. Auch das immer sehr umfang- & abwechslungsreiche Programm ist überaus sehenswert. Für das Jahr 2017 wünsche ich mir aber trotzdem besseres Wetter.

    Juni: Brandenburgfest in Lauchröden

    Die wettertechnisch durchwachsene Mittelaltersaison setzte sich auch auf dem Brandenburgfest in Lauchröden fort und war eine echte Belastungsprobe für unsere Zelte und Ausrüstung. Unsere Laune haben wir uns aber trotzdem nicht verregnen lassen und unser Lager, dass wohl eines der bisher Schönsten war, wurde von den Zuschauern bestaunt. Die Herren hatten wieder einmal die ehrenhafte Aufgabe den Hang der Burg zu erstürmen, was ein äußerst anstrengendes Unterfangen ist. Der Höhepunkt des Wochenendes war zweifelsohne unser Bankett im Freien mit Spanferkel vom Grill und beeindruckenden Kunstwerken aus Gebäck.



    Juli: Freies Lager im Castrum Torgelow

    Auch dieses Jahr fand ein Lager im Castrum Torgelow statt. Eine ganze Woche durften wir im Museumsgelände unsere Zelte aufbauen und unserem Hobby frönen. Auch wenn eine Woche sehr lang klingt, waren die sieben Tage sehr schnell zu Ende. Es kann natürlich auch daran gelegen haben, dass wir wieder sehr viel zu tun hatten. Es wurde genäht, geschmiedet, gebaut (unsere eigenen Pfeile haben wir hergestellt), gekocht, gesungen, getanzt, … Auch hatten wir die Freude, die nachgebaute Hanse-Kogge im Hafen von Ueckermünde besichtigen zu dürfen und erhielten auch gleich eine fachkundige Führung durchs ganze Schiff. Der Besuch im Ukranenland startet mit einer Rudertour, was doch ein wenig anstrengend für einige war, da wir den Nachbau eines Slawenschiffes zum Museum stromaufwärts rudern durften/mussten. Als Fazit kann ich nur immer wieder sagen: „Die Zeit im Castrum Torgelow ist eine absolute Freude und wunderbare Erholung. Vielen Dank dafür.“



    Juli: Eröffnung des Besiedlungszuges in Bleiberg

    Besuch auf dem „Bleiberg“. Wir waren eingeladen, um die Teilnehmer des historischen Besiedlungszuges zum Start ihrer Reise auf dem Gelände der „Mittelalterlichen Bergstadt Bleiberg“ zu begrüßen. Die Teilnehmer machten sich an diesem Tage auf ihre einwöchige Wanderung durch unsere schöne Heimat. Die Grußworte des Markgrafen und unseres Gesandten kamen gut an und die Stimmung war sehr gut. Wir nutzten unseren Besuch, um uns ausgiebig die historisch nachgebauten Häuser anzuschauen und erklären zu lassen. Leider war nur das Wetter nicht auf unserer Seite und zeigte sich wie häufiger dieses Jahr nicht gerade von seiner besten Seite.

    August: Festumzug in Tharandt

    Unsere Teilnahme am Festumzug 800 Jahre Erst-Erwähnung von Tharandt wurde zu großen Teilen von der Gruppe Domus Tharandt initiiert und organisiert. Wir waren mit Rittern, Edeldamen, Waffenknechten, Knappen und Gesinde vertreten. Durch ein wenig Glück hatten wir dann auch noch einen Musikus, der uns zeitgemäß musikalisch unterstützte. Wahrscheinlich sind wir in diesem Jahr nirgends so viel fotografiert und gefilmt worden, wie hier in Tharandt.

    August: Heerlager in Bärnau

    Zeitgleich mit den Festumzügen in Dresden und Tharandt fand ein Heerlager im Geschichtspark Bärnau statt, zu dem ebenfalls eine kleine Meißnische Gesandtschaft anreiste. Wir staunten nicht schlecht, als wir das Freilichtmuseum betraten, denn in gerade einmal 5 Jahren seit der Eröffnung ist der Park extrem gewachsen und die Besucher können heute rund 25 Gebäude aus den unterschiedlichsten Epochen bewundern. In dieser Kulisse hielten die Kämpfer der Stadt Eger an beiden Tagen Formationsübungen, Kampftraining und Gefechte ab. Ganz besonders soll hier das Training zusammen mit den Pferden der anwesenden Ritter Erwähnung finden. Mit viel Geduld übten die Reiter ihre Rösser durch die Reihen der Kämpfer zu führen. Eine echte Herausforderung für Mensch und Tier. Am Abend wurde reichlich in der Taverne gefeiert. Die Küchenfeen gaben ihr bestes und so schmausten alle in Heiterkeit. Im nächsten Jahr werden wir auf jeden Fall wieder dem Ruf zum Heerlager Folge leisten.



    August: Sommerlager der Militia Nigra

    Zum Sommerlager in Purschwitz bei Bautzen erhielten wir eine Einladung der Militia Nigra e.V., welcher wir wieder gerne folgten. Auf dem „Kirchgelände“ durften wir unsere Zelte dieses mal bei bestem Wetter aufbauen. Zum Lager waren auch andere Gruppen angereist und es kamen insgesamt ungefähr 45 Personen zusammen. Am Samstag stand für die Herren eine Kampfübung im Wald an, die sehr viel Spaß bereitete. Auch wurde am Nachmittag die Zeit genutzt und es wurden Lehrgänge in der Handhabung des langen Schwertes und des Dolches durchgeführt. Eine Bogenbahn stand ebenfalls zur Verfügung die rege Verwendung fand. Am Abend wurde bei einem gemeinsamen Mahl, bei dem es an nichts fehlte, der Tag noch einmal „ausgewertet“. Am Sonntag stand dann der Wettkampf der Gruppen gegeneinander an. Tauziehen, Speerwerfen und Bogenschießen standen auf dem Programm und mit großer Freude kann berichtet werden, dass die Mark Meißen als Gesamtsieger hervorging. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung und unser Dank geht an die Militia für ihre perfekte Organisation. Gern kommen wir im nächsten Jahr wieder.



    August: Historisches Fechten auf Lauenstein

    Dieses Jahr waren wir gleich zweimal auf Schloss Lauenstein, als Bestandteil der Schule für historisches Fechten: Saxenstreich. Der erste Termin war die Aufführung des Theaterstückes über den Raub-Ritter Gecko, bei dem wir als Vorprogramm unsere Künste demonstrierten und Fragen interessierter Besucher beantworteten. Der zweite Termin im September war der historische Handwerkermarkt. Wir waren wieder als Vorführ- und Erklär-Gruppe an beiden Wochenendtagen vor Ort. Unsere Ausrüstung konnte angeschaut, angefasst und ausprobiert werden. Zweimal am Tag gab es eine Vorführung, in der wir das breite Spektrum der historischen Kampfkünste vom Ringen, über Dolchtechniken, den Kampf mit dem langen Messer, Fechtstücke mit der Fechtfeder, bis hin zum Einsatz des Kurzspeeres den Besucher vorstellten. Auch der Markt war wieder in der gewohnt guten und abwechslungsreichen Weise gefüllt. Allerlei Handwerker zeigten ihre Kunst und standen bei Fragen gern Rede & Antwort.



    Oktober: Turnier der Edelen

    Das Turnier edler Familien ist unser Saisonabschluss und fand das zweite Mal auf der Burg Querfurt statt. Dort stimmt die Kulisse zu 100 Prozent und es ist eine Freude, hier das Turnier abzuhalten. Die Veranstaltung ist sehr abwechslungsreich und gut organisiert. Es gab Turniere in verschiedenen Disziplinen darunter: Axt werfen, Bogenschießen, Brückenkampf, Helmzierschlagen, Speerwerfen, Kampf Mann gegen Mann mit Schwert & Schild zu einer Hand und den Bänderkämpf. Mit Stolz möchte ich erwähnen, dass wir in zwei Disziplinen sogar den Sieg holen konnten. Die Sieger aus unsere Gruppe erhielten den besonderen Dank des anwesenden Markgrafen von Meissen. Dieser war anwesend um ein Treffen mit dem böhmischen König abzuhalten, was leider aus unterschiedlichen Gründen nicht zustande kam.